Psalm 25,15

Der dritte Sonntag in der Passionszeit heißt Okuli, das bedeutet: „Meine Augen“.
Augen sind ein wichtiges Sinnesorgan und wir nehmen damit unsere Umwelt war, oder schauen weg. Je nach Situation oder unserem Befinden. Der Psalmbeter richtet seinen Blick auf den Herrn und erhofft sich Hilfe und Wegweisung.
Wohin schauen wir gerade? Ich durfte in der vergangenen Woche an einem Zukunftsworkshop in der Uckermark teilnehmen. Veranstaltet von jungen Leuten, die nach Ihrem Studium wieder in Ihre Heimat zurückkommen. Sie wollen die Zukunft mitgestalten, hinschauen was verändert werden kann für das Gemeinwesen, für den Fachkräftemangel, für den Zusammen­halt untereinander. Das macht Mut und Lust mitzumachen und dabei auch unsren Blick vom Glauben und der Nächstenliebe mit einzubringen.
Ja unsere Augen sehen viel, gerade angesichts der Katastrophen, der Kriege, der Unterdrückung, der Geflüchteten auf der Welt. Da möchte man manch­mal wegschauen. Doch der Verfasser des Psalms 25 bittet auch um Rettung und Wegweisung, so heißt es im zweiten Teil des Verses:  denn er wird meinen Fuß aus dem Netz ziehen.  David ist überzeugt, dass ihm der Herr den richtigen Blick auf die Dinge und Menschen gibt. Seine Füße sind befreit und dürfen neue Wege gehen. Oft sind auch wir festgehalten von einem Netz und gelähmt von dem, was um uns rum passiert, oder sind in Strukturen gefangen.
Lassen wir unseren Blick schweifen, schauen wir mit offen Augen auf unsere Welt, auf das Unrecht was geschieht und stellen uns dann die Frage, was kann ich verändern und an den Nächsten gewandt – Was willst Du, das ich dir tun soll?
Dann können wir unsere Hilflosigkeit überwinden, können planen und handeln, und unsere Schritte in die richtige Richtung lenken und unser persönlicher Glaube kann uns dabei helfen.

 

Lassen Sie uns mit Worten von Irmgard Erath beten:

Gib uns Mut und die Kraft, Jesus nachzufolgen und die Wege zu gehen,
die er uns vorausgegangen ist:
Die Wege der Güte.
Die Wege der Geduld.
Die Wege der Wahrheit.
Die Wege der Liebe.
Es sind die Wege, auf denen wir zueinander finden.
Es sind die Wege, die uns zum Frieden führen.

Wochenspruch:    Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.    Joh. 12,24

Wochenpsalm:     Psalm 84  –  EG 734

Wochenlied:           EG 98  –  Korn, das in die Erde

Download:            ANgeDACHT 2023-12

 

Es grüßt Sie aus dem Ruhestand
Christiane Soyeaux
und wünscht Ihnen eine schöne Woche