Röm 5,8

Seit Jahresbeginn begleitet uns das Wort der Worte. Vielleicht das wichtigste Wort, der wichtigste Wert im menschlichen Zusammenleben überhaupt, jedenfalls, wenn es gut werden soll. Von der Liebe ist die Rede. Erinnern Sie sich an die Jahreslosung „Alles unter Euch geschehe in Liebe“.
Der Wochenspruch dieser Woche redet von der Liebe Gottes zu uns. Paulus erläutert sie uns mit dieser steilen Behauptung, dass die Liebes Gottes zu uns im Kreuz (nicht der Auferstehung) erwiesen werden sollte.
Das ist die Zumutung des christlichen Glaubens. Im Kreuz Christi, in diesem grausamen Tod die Liebe Gottes zu entdecken. Aber es ist auch die Kernaussage unseres Glaubens. Gott selbst nimmt all das auf sich, was wir falsch machen. Gott, den wir als unsterblich denken, nimmt in Christus selbst den Tod auf sich, weil er uns liebt, weil er damit den Tod selbst, alles Leiden und alle Sünde ad absurdum führt.
In der Antike hielt man diesen Glauben für eine Idiotie oder eine Eselei. Ein Gott, der doch allmächtig ist, lässt sich von Menschen ans Kreuz schlagen. Was soll das für ein Gott sein. Aber wer so denkt hat eben das Wesen der Liebe nicht verstanden und ihre Macht verkannt.
Gottes Macht ist die Macht der Liebe, nicht die Macht der Waffengewalt. Seine Liebe zeigt sich in der Ohnmacht, im Aushalten des Leidens im Mitleiden, nicht in dem er mit der Faust auf den Tisch haut. Deshalb: Gott erweist seine Liebe darin, dass Christus für uns gestorben ist. Und deshalb werden wir angeregt und befähigt, dass auch unter uns alles in Liebe geschehe. Amen.

 

Wochenspruch: Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Röm 5,8

Wochenpsalm:  Ps 25,1–9

Wochenlied        EG 96 Du schöner Lebensbaum des Paradieses

Download:          ANgeDACHT 2024-09

 

Zu Beginn dieser Woche grüße ich Sie herzlich

 

Pfarrer Matthias Welsch
Vorstand Personal und Diakonie, Lafim-Diakonie