1. Petr. 1,3

Am ersten Sonntag nach Ostern steht alles wieder auf Anfang. Getragen von der Kraft des österlichen Neubeginns steht der Wochenspruch für diese lebendige Hoffnung. Die ersten Christen lebten in schwierigen Zeiten. Oft waren es jüdisch-gläubige Menschen, die den Predigten der Apostel gefolgt waren und sich taufen ließen. Vermutlich hatten die Prediger ihnen zugesagt, dass ihr Leben heil und neu wird. Aber was heißt „heil“ und was, sich „wiedergeboren“ fühlen?
Viele Hoffnungen der neuen Christen erfüllten sich eher nicht: sie wurden weder gesünder noch reicher. Ihr Stand in der Welt wurde auch nicht besser. Im Gegenteil: Etliche fühlten sich verspottet, andere wurden verfolgt. Das Leben in den kleinen, christlichen Gemeinden war sehr anstrengend.
Es gab Streit und Auseinandersetzungen mit den vorhandenen religiösen Gemeinschaften, die sich über einen am Kreuz sterbenden Gott lustig machten und sagten: Wenn euer Gott auferstanden ist, warum stirbt er dann erst? Mitunter fühlten sich die Gemeindeglieder der ersten Gemeinde so gelähmt, dass der Apostel streng werden musste und ihnen schreibt: „Redet nicht über das, was euch trennt – redet über die Hoffnung, die euch erfüllt. Wer euch um Hoffnung bittet, dem gebt sie.“   

Und wie sieht diese lebendige Hoffnung aus?
Es ist die Hoffnung auf den mitgehenden Gott. Alles, was uns widerfährt, hat mit Gott zu tun. Niemand trägt und behütet euch so wie Gott, der Vater Jesu Christi. Wir, seine Kinder, ruhen in seinen Armen wie Jesus, sein Sohn. Das ist unsere lebendige Hoffnung. Wir sind geborgen in seinem Wort. Amen

 

Wir beten:            All das bist Du, Gott. Das Blau Deines Wunders, dass Rot Deiner Wunden, das Weiß Deiner Leinen­tücher, das Dunkel Deiner Verborgenheit und das Gelb Deiner Nähe am Ostermorgen. In allen Farben zeigst Du Dich uns, wir danken Dir.
Du stehst immer wieder auf Anfang. Sei bei uns, wenn wir an ein Ende kommen. Wenn wir Beziehungen abbrechen, in einer Sackgasse stecken oder lebensmüde werden.
Du rollst die größten Felsen weg. Befreie auch uns, wenn wir verschüttet werden von unseren Ängsten und Sorgen, von Zweifeln und Kleinmut.
Friede sei mit euch! So begrüßt Du uns. Schicke Deinen Friedensgruß in die ganze Welt mit allen Mitteln. Per Kurzmitteilung direkt in unsere Herzen, damit wir es nicht vergessen. Friede sei mit euch!

Wochenspruch: Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.  (1. Petrus 1,3)

Wochenpsalm:   Psalm 134  –  EG 752

Wochenlied:       EG 108   –  Mit Freuden zart zu dieser Fahrt

Download:          ANgeDACHT 2024-15

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Lafim-Diakonie, Dienste zur Teilhabe