Lukas 10,16a

Diese Worte aus dem Lukasevangelium laden uns zu Beginn der Woche ein, darüber nachzudenken, was so täglich an unsere Ohren und unser Gemüt herangetragen wird. Worauf hören wir? Was überhören wir?
Was ist hörenswert? Was ist uns wichtig und geben wir gerne weiter?
Mitarbeiter:innen in der Lafim-Diakonie sind Sprachrohr (nicht Flüster­tüte) für das, was wir alles in unseren Häusern und Diensten Gutes tun. Denn Christen sind Sprachrohr (nicht Flüstertüte) Jesu Christi und damit Botschafter Gottes. Wer Botschafter ist, ist nicht mehr nur er selbst, sondern auch die Botschaft. Unsere Identität und Selbstverständnis in der Diakonie gründen sich in der Botschaft, dass Jesus Christus gelebt hat, gestorben ist und dann dem Tod den Hals umgedreht hat zu einem neuen, echten Leben. Herrlich! Als Sprachrohr (nicht Flüstertüte) Jesu Christi haben wir keine diplomatische Immunität. Der Botschafter ist die Botschaft und das macht es schwierig. Denn die Botschaft eckt an. „nicht verständlich, altbacken, wen interessiert das schon….
Sich mit der Arbeit in der Diakonie, sich mit Gott und seiner Botschaft zu identifizieren, also Sprachrohr zu sein (nicht Flüstertüte) ist mutig. Das macht mich möglicherweise angreifbar. Verletzlich. Möglicherweise schütteln andere den Kopf.
Jesus sandte 72 Jünger aus mit den Worten des Wochenspruches.
Die Jünger fühlten sich, wenn überhaupt, mehr als Flüstertüte, denn als Sprachrohr. Aber sie waren bereit, einen Teil ihres Lebens aus der Hand zu geben und sich ganz auf Jesus zu verlassen. Und dann passierte es: Nicht frustriert, sondern lebendig und hoffnungsfroh kommen sie zurück. „Die Zweiundsiebzig aber kamen zurück voll Freude.“
Dadurch, dass Jesus uns seine Botschaft überlässt und uns damit aussendet, wird sein Wort in unserem Dienst lebendig. Und Jesus will, dass es auch heute im Jahr 2024 ein lebendiges Wort des Evangeliums gibt! Deshalb sendet er uns in die Welt mit Worten und Taten. „Wer euch hört, hört mich.“ So ist er auch heute noch mitten unter uns! Wer sich auf Gott verlässt, der kann was erleben…. Lechajim – für das Leben!

Wir beten:
Du, Gott, kennst unsere Sehnsucht und unser Hoffen. Vor Dich bringen wir die Fragen, die uns quälen, die Trauer, die sich nicht vertreiben lässt. Wir blicken in eine Welt, die voller Unruhe ist und Krieg. Viele Menschen sind auf der Flucht, suchen Heimat und Schutz.
Lege eine Ruhe in unsere Herzen, dass wir mutige und Sinn stiftende Worte finden in all den Auseinandersetzungen dieser Zeit.
Lege Mut in unsere Herzen, Dir unbegrenzt zu vertrauen, dass mehr sein darf und kann, als wir sehen.
Amen

Wochenspruch:      Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.     (Lukas 10,16a)

Wochenpsalm:        Psalm 34  –  EG 718

Wochenlied:             EG 365  –  Von Gott will ich nicht lassen

Download:                 ANgeDACHT 2024-23

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Lafim-Diakonie, Dienste zur Teilhabe