Jahresempfang der Lafim-Diakonie in der Erlöserkirche Potsdam stand unter dem Thema Nachhaltigkeit, Décroissance und Gemeinwohl in protestantischer Perspektive

Vertreter aus Politik, Diakonie und Wirtschaft kamen

Am 06.06.2023 begingen wir, die Lafim-Diakonie, unseren diesjährigen Jahresempfang in der Erlöserkirche der Landeshauptstadt Potsdam.
Tilman Henke, kaufmännischer Vorstand, begrüßte Gäste und Mitarbeitende  und leitete mit Worten zu 40 Jahren konziliarer Prozess ein. Er beschreibt den gemeinsamen Lernweg christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und geht auf die Vollversammlung des Weltkirchenrates 1984 in Vancouver zurück.
Die Andacht hielt der Vorstand für Personal und Diakonie, Pfarrer Matthias Welsch.
Das anschließende Impulsreferat zum Thema „Mein Lohn ist, dass ich dienen darf“? – Nachhaltigkeit, Décroissance und Gemeinwohl in protestantischer Perspektive wurde von Prof. Dr. Torsten Meireis (HU Berlin; Lehrstuhl für Systematische Theologie) gehalten.
Thematisch knüpfte Christian Schehle, Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit, mit der Vorstellung der 1. Gemeinwohlbilanz der Lafim-Diakonie an. Untermauert wurde der Vortrag durch konkrete Beispiele aus den Bereichen Finanzen, Personal, Immobilienmanagement und Catering.
Die Steigerung des Gemeinwohls ist der Lafim-Diakonie besonders wichtig. Deswegen sind wir seit 2020 ein Mitgliedsunternehmen der Gemeinwohlökonomie – einem innovativen Wirtschaftsmodell, das Werte wie soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde, ökologische Verantwortung und Solidarität in den Vordergrund stellt. Die Gemeinwohlbilanz bemisst nach eindeutig definierten Kriterien den Beitrag zum Gemeinwohl und zeigt sowohl die positiven als auch negativen Aspekte des Handelns auf. Diese selbstkritische Betrachtung bietet Möglichkeiten, uns stetig zu hinterfragen und durch Kurskorrekturen positiv weiter zu entwickeln.

Die Grußworte im Anschluss sprachen die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, Ursula Nonnemacher, die Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg–schlesische Oberlausitz, Dr. Ursula Schoen, sowie der Vorsitzende des Kuratoriums der Lafim-Diakonie, Tillmann Stenger.
In den Grußworten der Ministerin und des Kuratoriumsvorsitzenden wurde noch einmal auf die Wichtigkeit Gemeinwohlökonomie eingegangen, die nur durch Transparenz und das Engagement aller Mitarbeitenden erreicht werden kann.
So auch das Zitat von Frau Dr. Schoen:
„Als das größte diakonische Netzwerk ist die Lafim-Diakonie an 32 Standorten in Brandenburg mit ihren Angeboten präsent. Sie ist Vorreiterin von gemeinwohlorientiertem Wirtschaften und tritt für die Grundwerte unserer Gesellschaft und Nachhaltigkeit ein. Das ist gelebte Diakonie und macht deutlich, welchen großen Wert die Arbeit unserer Einrichtungen auch im Blick auf die Gestaltung von Zukunftsfragen hat.“

Im Anschluss fand im benachbarten Garten des Evangelischen Seniorenzentrums Hasenheyer-Stift der Empfang mit geladenen Gästen statt.

v. l.: Pfarrer Matthias Welsch, Ministerin Ursula Nonnemacher, Tilman Henke

v. l.: Pfarrer Matthias Welsch, Ministerin Ursula Nonnemacher, Tilman Henke