2023/10

Dieser Vers trägt eine zeitlose Weisheit in sich, die sich auch auf drängende globale Herausforderungen wie die Klimakrise anwenden lässt.

In einer Welt, die von Nachrichten über schwindende Ressourcen, steigende Tempera­turen und zerstörerische Umweltauswirkungen geprägt ist, müssen wir uns fragen: Sind wir Täter des Wortes oder lediglich Hörer? Sind wir bereit, unser Verhalten zu ändern, um aktiv zur Lösung der ökologischen Probleme beizutragen? Hierzu möchte ich Ihnen den „ökologischen Handabdruck“ vorstellen.

Der ökologische Handabdruck ist ein Konzept für nachhaltiges Handeln. Anders als der CO2-Fußabdruck, der Klimasünden von Organisationen oder Einzelpersonen auflistet, misst der Handabdruck den Einfluss Ihres nachhaltigen Handelns, und wie dieser sich auf andere Menschen auswirkt. Ein einfaches Beispiel: Eine Biomülltonne, die Sie für Ihre Hausgemeinschaft bestellen oder die Einladung an die Kollegen*innen gemeinsam auf die nächste Klimademo zu gehen. Ziel ist es, Strukturen und Regeln zu hinterfragen und zu ändern.

Spielerisch verdeutlicht dies der Handabdrucktest von „Brot für die Welt“. Probieren Sie es gerne mal aus, auch wenn der Test eher für Schüler gemacht wurde:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/gemeinden/handabdruck/

Die Lafim-Diakonie arbeitet ebenfalls an ihrem „ökologischen Handabdruck“ und berich­tet mittlerweile regelmäßig bei anderen Trägern, Hochschulen und Konferenzen über ihre Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit. Wir hoffen im Zuge dessen auf Nachahmerinnen, Verbesserungsvorschläge und auch auf Kooperationsmöglichkeiten. Denn gemeinsam fallen viele Dinge deutlich leichter. Ein ganz aktuelles Beispiel, wie man hoffentlich Auf­merksamkeit erregen kann, ist die Nominierung der Lafim-Diakonie für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Soziale Dienste. Der wichtigste Schritt hier war sich zu überwinden und trotz der vielen offenen Baustellen, die wir haben, sich für den Preis zu bewerben.

Abschließend möchte ich noch sagen, die Klimakrise ist kein abstraktes Konzept mehr; sie ist eine reale Bedrohung für unseren Planeten und die kommenden Generationen. In diesem Kontext ermahnt uns der Vers dazu, nicht nur darüber zu reden, wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen, sondern auch wirklich aktiv zu handeln. Handeln führt zu mehr Arbeit, schafft manchmal Unsicherheiten und ist auch anstrengend, aber den richtigen Weg zu gehen und nicht immer den leichten, bringt uns letztendlich ans Ziel, an einer lebenswerten und gerechten Zukunft mitzubauen.

 

Herzliche Grüße
Ihr Christian Schehle
Stabsstellenleiter Klimaschutz und Nachhaltigkeit