Multisensorischer Raum für Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen eingerichtet

22. August 2024 | Brandenburg an der Havel

In der Fliedners Besonderen Wohnform Kirchhofstraße wurde ein Multisensorischer Raum eingerichtet, der speziell für Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen entwickelt wurde. Dieses besondere Projekt wurde durch großzügige Spenden in Höhe von 40.000 € ermöglicht, die von folgenden Organisationen und Personen beigesteuert wurden:

– Jahn’sche Stiftung

– Brandenburger Bank

– Erika Schwalbe-Riel Stiftung

– DWBO (Kollektenmittel)

– KFZ-Gutachter Mario Krenzlin

Zur feierlichen Eröffnung des Multisensorischen Raums am 22. August 2024 waren Vertreter:innen der spendenden Organisationen Jens Krage von der Brandenburger Bank und Margitta Lück von der Jahn’schen Stiftung anwesend. Die anderen Spender wurden herzlich eingeladen, sich zu einem späteren Zeitpunkt einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

Der neue Multisensorische Raum stellt eine Weiterentwicklung des bisherigen Snoezelraums dar und bietet erlebnispädagogische und sinnesberuhigende Ansätze für alle Altersgruppen und Entwicklungsstufen. Er richtet sich insbesondere an Nutzer:innen mit schweren Behinderungen oder Demenz, die durch vielfältige sensorische Anregungen zur aktiven Teilnahme motiviert werden, unabhängig von ihren kognitiven oder motorischen Fähigkeiten.

Viele Bewohner:innen der Einrichtung haben einen emotionalen Entwicklungsstand von 0 Monaten bis 3 Jahren. Durch die gezielte Ansprache aller Sinne wird aus dem früher rein zur Entspannung genutzten Raum ein Ort der Förderung, des Spaßes und der Entdeckung. Im Vordergrund steht dabei das Erleben der eigenen Wirksamkeit.

Die Sinne werden durch den Einsatz von Farben, Formen, Klängen, Düften, Windsimulation sowie vibroakustischen Elementen angeregt und können über einen einzigen Knopfdruck gesteuert werden. Ein vibroakustisches Wasserbett und eine Wassersäuleninsel ergänzen das Ausstattungsspektrum des Raumes und bleiben weiterhin erhalten.

Der Multisensorische Raum soll nicht nur den Bewohner:innen der Kirchhofstraße zur Verfügung stehen, sondern kann im weiteren Verlauf auch von Bewohner:innen anderer besonderer Wohnformen, Nutzer:innen der aufsuchenden Dienste sowie Kitas des Trägers genutzt werden.

Nach einer dreijährigen Planungsphase ist der neue Raum nun endlich bereit, von den Klient:innen genutzt zu werden, und bietet ihnen vielfältige Möglichkeiten zur sensorischen Stimulation und Förderung.