1. Johannes 5,4c

Gestern Abend war viel von Wahlsiegern und Verlierern bei der Landtagswahl die Rede. Wo Sieg gleich sichtbarer Triumph und eine Machtdemonstration ist. Doch der Sieg aus dem Glauben heraus meint etwas anderes. Er spricht von einer inneren Freiheit. Ich muss die „Spielchen dieser Welt“ nicht mitspielen, um ein erfülltes Leben führen zu können. Der Sieg aus dem Glauben spricht von einer Hoffnung auf Mehr.
Ich bin als Christ nicht bescheiden: Ich möchte das Leben haben und ich möchte es in Fülle haben – so hat es Jesus uns versprochen. Nur ist diese Fülle nicht so, wie die Welt sie versteht; aber so, dass ich mit ihr in dieser Welt leben kann. Wir sind als Christen in die Welt gesandt, nicht, um uns der Welt und ihren Gesetzen anzupassen, sondern um sie zu verändern.
Der Glaube, der die Welt überwindet, zeigt sich am Arbeitsplatz, wenn der Dienst in der Diakonie, am uns anvertrauten Menschen, von Würde und Achtsamkeit geprägt ist; zeigt sich in der Nachbarschaft, wenn wir dem, der immer auf Streit aus ist, die Hand der Versöhnung reichen; zeigt sich auch am Geldbeutel, wenn wir nicht nur das eigene Wohlergehen im Auge haben. Wie wir das können? Unser Sieg liegt im Vertrauen. Auch die ersten christlichen Gemeinden hatten ihre Nöte und Krisen! Der Jünger Johannes, der an seine Gemeinden und Schutzbefohlenen schreibt, spricht auch uns heute Morgen ermutigend zu: Wer sein Leben im Glauben, im Vertrauen auf Jesus Christus führt, dieser Mensch darf wissen, dass er auf die Seite Gottes gehört, der sich diese Welt nicht aus der Hand nehmen lässt, sondern sie am Ende in eine erlöste Schöpfung verwandeln wird. Das ist der „Sieg“. Diese Botschaft dürfen und sollen wir Gott vertrauensvoll abnehmen und danach leben.
Carl Friedrich von Weizsäcker sagte einmal: „Glauben heißt so leben, als ob das wahr wäre, was man glaubt“. Voller Mut, voller Hingabe und voller Vertrauen – auch und gerade dann, wenn man vom „Sieg“ selbst noch nichts sieht! Aber man vertraut auf den „Sieger“ Jesus Christus, der „am dritten Tag auferstand von den Toten.“


Wir beten:              Gott, deine Barmherzigkeit kennt kein Ende und deine Güte ist grenzenlos. In der Hoffnung auf deine Hilfe bitten wir dich:
Für alle Menschen, die des Wartens auf Heilung müde geworden sind und denen ihr Leid die Seele verdunkelt.
Erweise du dich ihnen als barmherziger und gütiger Gott.
Für die Menschen in Afrika, denen das Lebensnotwendige fehlt. Für die Menschen in Palästina, dem Libanon, Israel und in der Ukraine, die unter mörderischer Gewalt leiden.
Für die Opfer von Naturkatastrophen.
Erweise du dich ihnen als barmherziger und gütiger Gott.
Für alle, die um ihres Glaubens willen verfolgt, belächelt werden und auch für die, die unter deiner Kirche leiden.
Erweise du dich ihnen als barmherziger und gütiger Gott.

Wochenspruch:   Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.   (1. Johannes 5,4c)

Wochenpsalm:    Psalm 138

Wochenlied:         EG 346 „Such, wer da will, einander Ziel“

Download:            ANgeDACHT 2024-39 

 

Eine gesegnete und von Mut getragene Woche wünscht Ihnen

Diakon Olaf Eggert
Lafim-Diakonie Dienste zur Teilhabe