Klimaschutz ist längst nicht mehr nur eine Frage der politischen Zugehörigkeit, sondern eine moralische Verpflichtung, die tief in unserer Verantwortung für die Schöpfung verwurzelt ist. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass unser Engagement für die Umwelt aus einer tieferen Quelle gespeist wird – aus dem Glauben an die unendliche Güte und Barmherzigkeit Gottes.
In den Klageliedern 3,22-23 finden wir Worte des Trostes und der Hoffnung: „Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“
Diese Worte erinnern uns daran, dass Gottes Barmherzigkeit uns trotz der Herausforderungen und Krisen, denen wir gegenüberstehen, jeden Tag aufs Neue begleitet. Sie geben uns die Gewissheit, dass es nie zu spät ist, umzukehren und Verantwortung zu übernehmen – auch und besonders in Fragen der Nachhaltigkeit.
In diesem Zusammenhang freue ich mich besonders über Initiativen, die den Wandel bereits aktiv vorantreiben. Unsere Kita In der Kammgarnspinnerei, die sich regelmäßig am World Clean Up Day beteiligt und mit den Kindern Abfall sammelt, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie schon die Kleinsten in den Schutz unserer Umwelt eingebunden werden. Ebenso inspirierend sind die Evangelischen Seniorenzentren in Finsterwalde, Luckau und Wittenberge, die mit ihrer Test-Bike-Aktion den Mitarbeitenden ermöglichen, kostenlos E-Bikes auszuprobieren. Darüber hinaus zeigt der Immobilienbereich der Lafim-Diakonie mit der Installation der mittlerweile achten Photovoltaikanlage und ersten Ladesäulen für E-Autos, dass wir Verantwortung für eine umweltfreundlichere Energieversorgung und nachhaltige Mobilität übernehmen.
Mit Blick auf die Landtagswahlen in Brandenburg wird es sicherlich nicht einfacher, unsere Bemühungen auszuweiten. Doch dabei dürfen wir nicht in Verzweiflung verfallen, wenn die politischen Prozesse langsamer verlaufen als erhofft. Die Worte aus den Klageliedern rufen uns dazu auf, geduldig zu sein und daran zu glauben, dass Gottes Treue und seine Güte uns auch in diesen schwierigen Zeiten begleiten werden. Diese Gewissheit sollte uns antreiben, weiterhin für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Nächstenliebe einzutreten, egal wie herausfordernd der Weg auch sein mag.
Christian Schehle
Leiter Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit