… es scheint jetzt! Das wahre Licht ist mit dem Kind in der Krippe schon da. Es ist wie das Kindlein noch klein und zerbrechlich. Noch ist das Licht abhängig von unserer Fürsorge, unserem Schutz. Es
gilt, das Licht zu bewahren, die Flamme vor dem Erlöschen zu schützen. Einen Raum zu schaffen, wo dieses Licht der Hoffnung und Erlösung größer werden kann. Immer heller soll es scheinen – in dem kleinen Stall in Bethlehem, in uns hinein und in die Welt hinaus.
In dieser Woche feiern wir Epiphanias, das Fest der Erscheinung. Geführt und angezogen vom Stern erreichen die drei Weisen die kärgliche Hütte in Bethlehem. Kostbarste Geschenke haben sie dabei. Schließlich ist es ein König, dem sie dort ihre Aufwartung machen wollen. Als sie den kleinen Knaben in der Krippe erblicken, werden sie förmlich angesteckt von diesem göttlichen Licht. Andächtig beugen sie Knie und Häupter und beten Jesus an. Diese Strahlkraft lässt sie nicht mehr los und so ziehen sie hinaus in die Welt und verkünden, was sie erlebt haben. Mehr noch, was sie gespürt haben, was sie tief im Herzen berührt hat. Sie haben sich berühren lassen. Und auch wir werden berührt vom Licht der Hoffnung. Mögen die Zeiten auch noch so finster sein. Mögen Lasten uns oder unsere Nächste zu Boden drücken wollen: Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon.
Es ist wahr, dass wir sehr alt und sehr gelehrt sind und alle Übel der Welt kennen. Doch als wir diesen Stern am Himmel sahen, haben unsere Herzen vor Freude geklopft wie bei den Kindern, und wir waren die Kinder und haben uns auf den Weg gemacht, denn wir wollten unsere Menschenpflicht erfüllen und hoffen. (Jean-Paul Sartre)
Ich wünsche Ihnen einen hoffnungsvollen und hoffnungsfrohen Start in das Jahr 2025 und diese Woche.
Sabine Papies
(Mitarbeiterin Stabsstelle Unternehmensentwicklung und diakonische Kultur)
Lasst uns beten: Herr, du hast Worte des ewigen Lebens. Deine Verheißungen sind wahr, deine Versprechen echt. Ich fürchte mich nicht in der Dunkelheit, ich folge dem Licht der Wahrheit. Denn du bist bei mir. Alle meine Fragen kennst du, meine Unsicherheiten verwandelst du in Stärke. Du antwortest mir und leitest mich durch unbekanntes Land. Du schenkst mir die Königswürde, wie du sie jedem deiner Kinder schenkst. Vor dir darf ich alles ablegen, durch die Bitterkeit hindurch empfangen, gesund werden an Leib und Seele und immer wieder neu anfangen. Amen.
Wochenspruch: Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon. (1. Joh 2,8b)
Wochenpsalm: Ps 72,1–3.10–12.17b–19 (EG.E 68)
Wochenlied: EG 70 – Wie schön leuchtet der Morgenstern
oder
EG.E 1 – Stern über Bethlehem
Download: ANgeDACHT 2025-01