2025/02

Ein schöner Vers, den uns der Beter des Psalms mit auf dem Weg durch den Februar geben möchte: Gott tut mir kund den Weg zum Leben. Nicht nur den Weg im Leben, sondern sogar den Weg zum Leben. Er geleitet mich sozusagen zu dem Leben, das er sich für mich vorstellt. Nur – wie macht Gott das? Und wie erkenne ich das, was Gott macht? Jesus würde uns dazu wohl fragen: Was ist das höchste Gebot, das zum Leben führt, wie Gott es sich für uns wünscht? Jesus würde antworten: Du sollst mit deinem ganzen Wesen den einzigen Gott lieben – und deinen Nächsten wie dich selbst. Das ist der Weg zum Leben. Gott lieben heißt ihn anerkennen, ihn nicht zu vergessen. Wer Gott nicht vergisst, sondern seine Liebe in sein Herz lässt, wird auch den Nächsten nicht übersehen oder vergessen. Sondern sich ihm oder ihr zuwenden, wo immer es geht. Mit dem kleinen, zusätzlichen Hinweis: Der Nächste ist nicht aussuchbar. Der oder die Nächste kann also auch ein Mensch sein, der mir gerade sehr ungelegen kommt, für den ich eigentlich keine Zeit habe, der meine Kreise stört. Das ist das Problem an der Nächstenliebe. Ich kann mir die Nächsten nicht aussuchen. Sie sind einfach da. Oder, etwas deutlicher geglaubt: die Nächsten schickt mir Gott, nicht ich selbst. Und ich erkenne in den Nächsten, die ich mir nicht aussuchen kann, unseren Herrn Jesus. Was ihr, sagt Jesus, meiner geringsten Schwester oder meinen geringsten Bruder getan habt, das habt ihr mir getan. Die ersten Christen wurden „Menschen des neuen Weges“ genannt. Diese zutreffende Bezeichnung kann uns daran erinnern, dass ein Leben mit Gott und auf Gott zu von mutigem Vorwärtsgehen und Handeln geprägt sein soll. Als Reiseführer hat uns Gott dafür seinen guten, seinen heiligen Geist mitgegeben. Er ist der „gute Hirte“ in uns, mit dem wir durch schöne Wiesen und dunkle Täler, über Stock und Stein und auf ebenen Straßen sicher bis nach Hause gelangen werden.

Ich wünsche mir, dass wir in aller Unterschiedlichkeit immer wieder als Dienstgemeinschaft zusammenkommen und uns einladen und inspirieren lassen von seinem Geist. Dass wir darauf vertrauen, dass in alledem Jesus unter uns ist. Dass wir uns segnen und ein Segen für andere in der Lafim-Diakonie sind und werden.

Ihr Diakon Olaf Eggert
Stabsstelle Christliches Leben