Der jüdische Prophet Daniel betet diese Worte zu Gott, er hat in seinem Leben viele verschiedene Facetten erlebt, Aufstieg, Anerkennung, Komplott gegen ihn (die Geschichte in der Löwengrube, Daniel 6,4-23) und ihn trieb auch die Geschichte seines Volkes um. Er glaubte, egal was passierte, an das Erbarmen, an die Vergebung und Hilfe Gottes. Er bittet Gott um seine Zuwendung und Geduld mit uns.
Starke Worte: Vertrauen, Gerechtigkeit
Mein Gefühl ist bisweilen; das dies gerade wenig vorhanden ist oder abhandengekommen ist. Vertrauen: Ja wem kann ich denn vertrauen, mir selbst und anderen; oder Gott?
Im Text wird darauf hingewiesen, das wir nicht auf unsere Gerechtigkeit vertrauen sollen und ich füge hinzu, auch nicht können. Wir sind manchmal selbst gerecht und ungerecht und erfahren dies auch von unseren Mitmenschen. Dies macht uns traurig und stört unser Zusammenleben. Im Nachdenken darüber kann ein Gebet vielleicht helfen. Wie ein Gespräch mit einem guten Freund, der uns zuhört, uns nicht verurteilt und uns zur Ruhe kommen lässt. Beten hat in Krisenzeiten Menschen Halt gegeben und ihnen Gott im Alltag wieder nähergebracht, in helfenden Mitmenschen, in Zuhörern, in der Natur und ihnen Zuversicht gegeben. Wir können unsere Gedanken und Sorgen äußern, brauchen nicht erst einen Gesprächspartner suchen, ob jemand Zeit hat, ob es gerade passt.
Auf Gottes Barmherzigkeit vertrauen heißt doch: wir dürfen unser Herz ausschütten, mit allem, was uns bewegt -Gott ist da und hört uns zu und ist bei uns alle Tage unseres Lebens. Mögen wir das oft erfahren.
Wir beten (Segen): Gott sei bei dir und höre deine Gebete. Er segne dich, wenn du ihm müde dein Herz ausschüttest, wenn du ratlos bist, wenn du mit ihm deine Freude, Aufregung oder Sorge teilst.
Wochenspruch: Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Daniel 9,18
Wochenpsalm: Psalm 31, 20 – 25
Wochenlied: EG 452 – Er weckt mich alle Morgen
Download: ANgeDACHT 2025-08
Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich
Christiane Soyeaux