Mit dem gestrigen vierten Sonntag der Passionszeit, liegt die erste Hälfte des Wegs auf Ostern hinter uns. Zeit, in den Frühlingshimmel zu schauen, frische Luft zu atmen und auf ein Wort zu hören, das von Licht und Leben über den Tod hinaus spricht. Es hat schon ein wenig österlichen und tröstlichen Charakter und wird deshalb „kleines Osterfest“ genannt.
Freut euch, denn die Mitte der Passionszeit ist überschritten. Freut euch, denn das Osterfest rückt näher.
Doch der Wochenspruch: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht“ holt uns wieder in die Passionszeit zurück: Werden und Vergehen – kein leichtes, kein angenehmes Thema. Die Frage vom „Was bleibt?“ und „Was wird?“ drängt in den Vordergrund: Gott ermutigt uns, unsere Hoffnung auf ihn für unsere Zukunft zu setzen.
Die Entwicklung des Korns nimmt Jesus als Zeichen und Möglichkeit, seinen Jüngern sein Leiden und sein Sterben zu erklären. Ein Weizenkorn hat in der Regel eine Keimdauer von acht bis 14 Tagen, das ist sortenabhängig. Wenn das Korn gesät ist, stirbt es anscheinend ab. Das Bedeutsame daran ist, dass sich in den Hüllen des Korns der Keimling entwickelt. Dieser wird größer – und sobald sich die Ährenhalme an die Oberfläche schieben, bilden sich neue Körner.
Mit diesem Gedanken verweist Jesus auf seinen nahenden Tod, den er im Garten Gethsemane als Leidensweg endgültig annimmt. Er gibt das Einverständnis zu diesem Lebensweg. Jesus weiß sich durch Gott, seinen Vater, angenommen und getragen. Jesus stirbt und all sein Tun und Predigen scheint zu Ende und wirkungslos geworden zu sein.
Aber dann kommt Ostern! Jesus bleibt nicht im Grab, er erscheint seinen Jüngern und fordert sie auf, ihre Erlebnisse weiterzusagen!
Möge uns in der Lafim-Diakonie das „Was wird?“ Unterstützung, Trost und Lebensfreude schenken, um für andere da zu sein.
Wir beten:
Gott, Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, wir bitten dich:
Gib deiner Kirche und Diakonie die Kraft, dein Wort in die Herzen der Menschen zu pflanzen. Gib den Menschen ein Herz, das zu hören versteht.
Hilf uns in diesen Tagen der Passionszeit, dass wir uns immer mehr öffnen können für deine Botschaft der Versöhnung und des Lebens.
Tröste und stärke alle Notleidenden und Kranken durch deine Gnade.
Wochenspruch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Johannes 12,24)
Wochenpsalm: Psalm 84 – EG 734
Wochenlied: EG 98 – Korn, das in die Erde
Download: ANgeDACHT 2025-14
Eine gesegnete Passionszeit wünscht Ihnen aus Brandenburg an der Havel
Diakon Olaf Eggert
Unternehmensentwicklung und diakonische Kultur