Jesus soll von sich selbst als dem „Menschensohn“ gesprochen haben. Damit ist natürlich mehr gemeint, dass er der Sohn eines Menschen ist. In der Prophetie der Israeliten wurde damit der Heilsmittler in der Endzeit bezeichnet. Jesus spricht also hier von sich als einem „Heilsmittler“.
Als einen Heilsmittler sahen ihn zeitweise auch viele Juden damals an. Und wie das so ist: einer solchen Größe wollen viele Menschen besonders nahe sein. Es entsteht sogar Streit darum, wer ihm am nächsten sein darf. Jesu Verhaftung, Kreuzigung und sein Tod sind noch gar nicht in Sicht, da wird schon um die besten Plätze gestritten: wer darf im Himmel neben ihm sitzen?
Wie so oft ist die Antwort von Jesus auf kleinkariertes Gezänk überraschend, entlarvend und erhellend. Jesus stellt mit seiner Antwort wieder einmal alles auf den Kopf: die Mächtigen dieser Welt lassen sich bedienen und verehren. Nicht wenige denken, es fällt der Glanz auch auf sie selbst, wenn sie diesen „Stars“ möglichst nahe sind. Jesus sagt: unter Christ:innen soll es nicht so sein. Christus hat Menschen geheilt und die Armen gesehen. Christi Liebe zu den Menschen ging bis zu seinem Tod am Kreuz. Wer Christus nahe sein möchte, der ist eingeladen ihm nachzufolgen. Der lässt sich nicht bedienen, sondern dient den anderen.
Ich denke da an die Pflegerin, die nachts in unseren Häusern ihren Dienst macht; an den Hausmeister, der die Rohrverstopfung auflöst; an die Erzieherin, die trotz Lärm den Nöten der Kleinen ihre Aufmerksamkeit widmet; oder an die Leiter in den Werkstätten, die jedem Beschäftigten im Rahmen von dessen Möglichkeiten eine Entwicklung geben wollen. Das sind die Gründe, warum es die Lafim-Diakonie überhaupt gibt und weshalb wir mit unseren Dienstleistungen wichtig sind.
Vor über 140 Jahren wurde die Lafim-Diakonie gegründet. Die Gründer:innen der Lafim-Diakonie haben genau das vor Augen gehabt: wie können wir als Christ:innen anderen Menschen helfen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Sie haben die Lafim-Diakonie als Dienst am Menschen gegründet. Dieser Dienst ist es, der uns bis heute christlich sein lässt.
Lasst uns beten: Jesus, unser Bruder und unser Erlöser,
mit deiner Macht machst du uns groß,
mit deiner Liebe
weckst du in uns ungeahnte Talente,
mit deiner Barmherzigkeit
führst du uns aus Feigheit und Schuld
zu neuen Anfängen.
Lass uns deinem Vorbild folgen,
damit wir zu einer Gemeinschaft werden,
die Menschen gut tut,
und sie zum Blühen bringt:
Mach uns zu einer Kirche für andere
im Geist deines Sohnes. Amen
Wochenspruch: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. (Matthäus 20,28)
Wochenpsalm: Psalm 43 (EG 724)
Wochenlied: EG 76 – O Mensch, bewein dein Sünde groß
oder
EG 97 – Holz auf Jesu Schulter
Download: ANgeDACHT 2026-13
Wünsche einen guten Start in die Woche!
Ihr
Jörg Antoine
(Kaufmännischer Vorstand)