25 Jahre Neubau Evangelisches Seniorenzentrum Haus Wilhelmsdorf

Zahlreiche Gäste, Bewohner:innen und Mitarbeitende kamen am 22. Mai im Festsaal des Evangelischen Seniorenzentrums Haus Wilhelmsdorf zusammen, um das 25-jährige Jubiläum des Neubaus zu feiern. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem der Dank an die 70 Mitarbeiter:innen aus allen Bereichen, die in all den Jahren dazu beigetragen haben, dass hier nicht nur ein Gebäude, sondern eine lebendige Gemeinschaft entstanden ist – ein Zuhause für die Bewohner:innen, geprägt von einem familiären Miteinander.

Veranstaltung 25 Jahre Haus Wilhelmsdorf

Frank Eibisch, Theologischer Leiter, verglich in seiner Andacht diese gewachsene Gemeinschaft mit einem Baum, der an einem Fluss Wurzeln schlägt, um wachsen, gedeihen und sich entfalten zu können. Dieses Wachstum, so betonte er, sei vor allem der Verdienst der Mitarbeitenden: „25 Jahre – das sind 9125 Tage, 219 Tausend Stunden. Das sind Millionen von Arbeitsstunden, die hier von den Mitarbeitenden geleistet wurden.“

Und in jeder dieser Stunden erhielten die Bewohner:innen Hilfe und Unterstützung, ein freundliches Wort, ein Lächeln, Ermutigung – aber auch Trost in schwierigen Momenten.

Mitarbeiterinnen der Lafim-Diakonie Haus Wilhelmsdorf

Franziska Baatz, Katharina Mäser und Heike Berger gehören zu den langjährigen Mitarbeiter:innen des ESZ. Katharina Mäser kam vor 18 Jahren ins Haus Wilhelmsdorf. „Es ist meine erste Arbeitsstelle, bei der ich hängen geblieben bin“, erzählt sie. Bereut hat sie diese Entscheidung nie. Sie und ihre Kolleg:innen schätzten das gute Miteinander im Haus: „Es gibt hier einen tollen Teamgeist, einen guten Zusammenhalt und eine wirklich besondere Gemeinschaft.“

Danksagung Mitarbeiter:innen der Lafim Diakonie

Für Jörg Antoine, Kaufmännischer Leiter, war es besonders wichtig, daran zu erinnern, dass die Mitarbeiter:innen auch in schwierigen Zeiten immer für die Bewohner:innen da waren: „Besonderen Dank an alle Mitarbeitenden, dass sie sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag für die Bewohner:innen da sind, und dass sie auch während der Corona-Zeit an ihrer Seite standen. Das ist die Haltung und der Geist des Hauses, von dem wir hier sprechen.“

Auch Daniel Keip, Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg, schloss sich in seinem Grußwort dem Dank an die Mitarbeitenden an. Besonders wichtig sei ihm, dass sich die Bewohner:innen im Haus wohlfühlen: „Sie sollen sich wie in einer großen Familie fühlen.“

Standortleitung Sebastian Steinke-Hennig

Das Evangelische Seniorenzentrum Haus Wilhelmsdorf ist seit vielen Jahren eine feste und wichtige Größe in Brandenburg an der Havel. Sebastian Steinke-Hennig, Standortleiter des ESZ, erinnerte an die wechselvolle Geschichte des Hauses, in dem sich die Lebenswege so vieler Menschen kreuzten. „Bereits um 1900 wurde das Gebäude als Kurhaus mit Tanzsaal genutzt. Durch seine idyllische Lage im Grünen war der Standort ein beliebtes Ausflugsziel. Im Jahr 1929 übernahm der Provinzialausschuss für Innere Mission die Gebäude (heute Lafim-Diakonie) und baute sie zu einem Altenheim um. Nach einer bewegten Geschichte durch den Krieg und die DDR wurden die Gebäude im Jahr 2000 dann umfassend saniert und durch einen großen Neubau erweitert“.

Auszubildende der Lafim-Diakonie

Für Sebastian Steinke-Hennig ist dabei vor allem eines wichtig: Dass sich das weiterentwickelt, was hier über viele Jahre entstanden ist. Wie engagiert sich die Auszubildenden bereits heute im Haus Wilhelmsdorf einbringen, zeigten sie mit einem Stand auf dem kleinen „Markt der Möglichkeiten“ neben dem Festsaal. Dort gaben sie den Gästen interessante Einblicke in ihre Ausbildung und ihren Arbeitsalltag.

Baumpflanzen Bewohnerin

Und damit die Gemeinschaft auch in den nächsten 25 Jahren weiterwachsen und gedeihen kann, wurde im Garten symbolisch ein Baum gepflanzt. Dabei griff die 85-jährige Bewohnerin Erika Schulz, die früher in der Landwirtschaft tätig war, selbst zum Spaten. Mit geübter Hand zeigte sie den anwesenden Gästen, wie ein Baum richtig eingepflanzt wird, damit er gute Wurzeln schlagen und kräftig wachsen kann. Ein schöner und berührender Moment, der für das steht, was das ESZ Haus Wilhelmsdorf ausmacht: ein gutes Miteinander in einer wachsenden Gemeinschaft.