Das neue Jahr steckt noch in den Kinderschuhen. Weit und offen liegt es vor uns wie ein unbekanntes Land, in dem wir uns noch nicht auskennen. So machen wir uns auf die Reise mit den Suchenden und den Abenteuer­lustigen, mit den Ziellosen und den Sehnsuchtsvollen, weil es sich in guter Gesellschaft einfach besser wandern lässt.
In unseren Gedanken holen wir noch mehr Experten in unsere Reisegruppe: drei edle Männer mit Kamelen, die von oben bis unten vollgepackt sind mit Sternenkarten, Fernrohren und kostbaren Geschenken: Gold, Weih­rauch und Myrrhe. Sie lassen sich durch die Sterne leiten. Ein besonders heller Stern hat es ihnen angetan. Sie konnten einfach nicht anders, sie mussten ihm folgen: aus wissenschaftlichem Interesse, aus Neugier und aus dem Gefühl heraus, etwas Großes zu finden. Lange schon sind sie unterwegs, alles Vertraute haben sie hinter sich gelassen.
So wandern wir durch unsere Zeit, die Sterndeuter aus dem Morgenland und wir, die wir hier in der Lafim-Diakonie unseren Dienst tun oder leben. Obwohl die Dienstgemeinschaft und die uns anvertrauten Menschen in der Lafim-Diakonie unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, manche schnell unterwegs sind und andere sich nur mühsam fortbewegen können, vereint uns doch eins: Wir alle sind Menschen, die auf der Suche sind und noch nicht wissen, was wir finden werden, im Jahr 2024. Wir suchen nach Hoffnung, nach einem Friedenszeichen, nach einem Sinn in den Dingen, die wir tun – nach etwas oder jemandem. Wir fragen uns, was wir zu geben haben und was wir empfangen werden.
Vielleicht hilft uns der Gedanken der Sternsänger vom „Segen bringen und Segen sein“, da in den letzten Tagen die Segensaufkleber an die Türen der Einrichtungen und Häuser geklebt oder geschrieben wurden. Dieser Segen stiftet Mut, Zuversicht und fordert zu Solidarität mit anderen auf. Welche guten Worte haben uns schon im beginnenden Jahr gefunden, während wir, Tag für Tag neue Entscheidungen treffen.
Wir sind gefunden worden vom Stern über dem Stall von Bethlehem, der hell in unser Leben leuchten will, während das Kind in der Krippe unsere Herzen anlächelt.

 

Wir beten:                    Jesus, Kind in der Krippe, seit ewigen Zeiten machen sich Menschen auf, Dich zu suchen.
Wir wollen vor Dir stehen und uns anrühren lassen von Deiner Liebe.
So gewähre uns Deine Gnade und lass uns Dich suchen, wo Du zu finden bist.
Wenn wir nicht weiterwissen, dann finde Du uns.
Lege Dich in unser Herz, damit es Dir zur Krippe wird und wir durch Dich und mit Dir ins Leben gehen.

Wochenspruch:         Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade und Gnade.   Johannes 1,16

Wochenpsalm:           Psalm 148

Wochenlied:               EG 398  –  In dir ist Freude

Download:                   ANgeDACHT 2024-03

 

Zu Beginn der Woche grüßt Sie herzlich

Diakon Olaf Eggert
Lafim-Diakonie, Dienste zur Teilhabe