2.Kor 13,13

Trinitatis – Dreifaltigkeitssonntag. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ein Gott in drei Personen. Drei in eins!? Wie soll das gehen?
Wir kennen viele materielle Dinge, die uns aus der Werbung mit dem Slogan 3 in 1 locken. Der Staubsauger, der neuerdings auch wischen kann und sich dann sogar selbst reinigt vor dem nächsten Einsatz. Das Multifunktionswerkzeug für den Campingurlaub. Da kann man sich schon fragen, ob bei der Kombination nicht das Einzelne zu kurz kommt. Klingt nach Abstrichen, die da gemacht werden müssen. Leidet da nicht vielleicht sogar die Qualität?
Und dann gibt es Dinge, die erst Sinn ergeben, wenn etwas Drittes hinzukommt. Stellen Sie sich einen Hocker mit zwei Beinen vor! Stabil ist das nicht. Der kann weder allein stehen, noch können Sie bequem darauf sitzen. Es braucht mindestens ein drittes Bein, damit der Hocker Hocker sein kann. Und damit seinen Zweck in der Welt erfüllt. Mit dem dritten Bein wird der Hocker komplett. Stabil. Nun können Sie darauf Platz nehmen und alles Gewicht an den Hocker abgeben. Lockerlassen und sich auf das Gehaltenwerden und Getragensein durch den Hocker verlassen. Ich bin mir sicher, dass Sie alle schon die Erfahrung gemacht haben, wie wohltuend es ist, wenn Sie sich erschöpft und müde, vielleicht sogar emotional beladen, auf einen Hocker plumpsen lassen können. Wie erleichternd das ist, Ballast abzugeben und auszuruhen. Drei Beine formen den einen Hocker. Dreibeinig – Dreieinig.
Ich will nun nicht behaupten, dass Gott ein Hocker ist. Aber Gott ist ein bisschen wie ein Hocker. So wie die drei Beine des Hockers in Beziehung stehen, stehen auch die drei Wesen Gottes miteinander in Beziehung und formen das Ganze. Aber damit der Hocker wirklich Hocker ist, braucht es noch etwas: den Menschen, der sich darauf niederlässt, der der Stabilität des Hockers vertraut. Im Vertrauen auf die Liebe als Fundament unseres Glaubens dürfen wir Platz nehmen auf dem Hocker unseres Lebens und uns fallen lassen im Vertrauen auf Gott. In die Gnade, die Liebe und die Gemeinschaft.


Lasst uns beten:       
O Herr, in deinen Armen bin ich sicher. Wenn du mich hältst, habe ich nichts zu fürchten. Ich weiß nichts von der Zukunft, aber ich vertraue auf dich. AMEN! (Franz von Assisi)

Wochenspruch:         Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Kor 13,13)

Wochenpsalm:           Psalm 113

Wochenlied:               EG 139: Gelobet sei der Herr   oder   EG 140: Brunn allen Heils, dich ehren wir

Download:                   ANgeDACHT 2024-22

 

„Ich wünsche euch allen die Gnade, die der Herr Jesus Christus gewährt. Ich wünsche euch die Liebe, die Gott schenkt, und die Gemeinschaft, die der Heilige Geist bewirkt.“ (2.Kor 13,13 – Basisbibel)

 

Zum Start in die neue Woche grüße ich Sie herzlich aus den Zentralen Diensten.

Ihre Sabine Papies
Stabsstelle Unternehmensentwicklung und Diakonische Kultur