Das Evangelium dieser Woche nimmt uns mit an das westliche Ufer des Sees Genezareth. Dorthin, wo sich der See sanft an den Berg der Seligpreisungen schmiegt und wo Jesus die Bergpredigt hielt. Direkt nach den berühmten Seligpreisungen spricht Jesus die Worte vom Salz der Erde und dem Licht der Welt.
SALZ. Kleines, feines Körnchen mit großer Wirkung. Eine klitzekleine Prise davon macht einen riesengroßen Unterschied. Ich erinnere mich an meine Zeit in der Jungen Gemeinde. Liedersingen zur Gitarre am Lagerfeuer gehörte dazu. Und ein großer Topf Nudeln gehörte dazu. Mit dem Kochen haben wir uns damals reihum abgewechselt. Eines blieb jedoch stetig gleich: Salz fehlte irgendwie immer. Vor kurzem saß ich wieder einmal in einer munteren Runde der Evangelischen Jugend. Etwas über zwei Jahrzehnte liegen mittlerweile dazwischen. Auch hier ein großer Pott Nudeln auf dem Tisch. Und auch hier: Salz vergessen. Das Salz aber, von dem Jesus in der Bergpredigt redet, ist etwas anderes. Und dieses Salz war und ist immer spürbar da. Mitten unter uns! Die gute Botschaft Jesu und der feste Glauben daran, dass mein Leben etwas bewirken kann. Die Überzeugung, dass alles, was ich tue, was ich lasse, was ich sage, Gewicht hat. Nichts ist gleichgültig. Wir sind verantwortlich. Wir, die kleinen Salzkörnchen machen einen Unterschied. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt und immer größeren Kreise zieht, so zieht Jesus Kreise in unserem Leben und von dort hinein in die Welt.
LICHT. Angesteckt und bewegt vom Glauben und der Hoffnung der Botschaft Jesu können, ja sollen wir den Funke überspringen lassen. Kein Licht ist zu klein oder nichtig. Jede kleine Kerze kann unzählige andere Kerzen entzünden. So wird es hell in der Welt. Für alle! Viele Sätze der Bibel haben sich kulturell tief verankert in der Gesellschaft. Unsere Sprache ist voll davon. Und ich bin sicher, Sie alle haben diesen hier oft gehört und auch selbst gesprochen: „Jetzt stell´ dein Licht mal nicht unter den Scheffel!“ Keine falsche Bescheidenheit. Teilt euer Licht – eure Hoffnung, euren Glauben, euer Wissen, euer Brot – mit den anderen. Lasst leuchten Euer Licht in der Welt!
Lasst uns beten: Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, heute und morgen zu handeln.
Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun. Gib uns den Mut, voll Liebe, Herr, heute die Wahrheit zu leben.
Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun. Gib uns den Mut, voll Hoffnung, Herr, heute von vorne zu beginnen.
Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, mit dir zu Menschen werden.
Amen. (Kurt Rommel)
Wochenspruch: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b.9)
Wochenpsalm: Psalm 48,2–3a.9–15
Wochenlied: EG 262/263 – Sonne der Gerechtigkeit
Es passt aber auch:
SJ 158 – Ins Wasser fällt ein Stein
Download: ANgeDACHT 2024-30
Ich wünsche Ihnen eine leuchtende Woche und grüße herzlich aus den Zentralen Diensten in Potsdam
Ihre Sabine Papies
Stabsstelle Unternehmensentwicklung und Diakonische Kultur