Psalm 66,5

Mir fehlen im Dienst in der Lafim-Diakonie manchmal die Worte und der richtige Blick, um Menschen zu verstehen, zu trösten und sie auf schwierigen oder neuen Wegen zu begleiten. Der Wochenspruch im Psalm 66 kommt da gerade recht. Er ist wie ein Schlüssel in stürmischen Zeiten, in denen ich mich gerade befinde. Denn ich habe das Gefühl, der Wind kommt mehr von vorne, als dass er meinen Schritt unterstützt. Manchmal macht mir das Gefühl das Atmen schwer. Wenn Sturmzeit angesagt ist, wenn mir ein Verlust oder neue Anforderungen den Boden unter den Füßen wegziehen, dann suche ich einfach nur Halt. Dann brauche ich jemanden, der wie ein Fels in der Brandung steht und dem Wind und den hohen Wellen Einhalt gebietet.

Jesus ist Herr über Naturgewalten und Stürme des Lebens. Ich möchte gerne glauben, dort, wo Gott uns allein zu lassen scheint, dort, wo wir meinen, ihn wachrütteln zu müssen, ist er ganz nah, besänftigt, tröstet, glättet Wogen. Selbst die größte Flut ging zu Ende. „Warum seid ihr so furchtsam?“, fragt Jesus seine Jünger, als sich der Sturm gelegt hat, als er mit seinen Jüngern, mit einem Boot, weit draußen auf dem See unterwegs war. Er hatte im Sturm geschlafen und wurde geweckt. Als alles vorbei war, sagte er: „Habt ihr kein Vertrauen?“

Wir suchen Halt und Vertrauen im Leben und im Dienst in der Diakonie. Und ich denke, warum nicht einmal zu solchen Worten finden: „Weißt du, ich glaube, dass ein Vater im Himmel nach uns sieht – und auch nach dir!“ Das würde einen wichtigen Gedanken in meiner Beziehung zu Menschen und in unserer Dienstgemeinschaft anstoßen! Da würde vielleicht ein Nachdenken entstehen, ein Fragen, ein Suchen und vielleicht sogar etwas Vertrauen? Vergessen wir dieses wunderbare Gefühl nicht, diese innere Sicherheit: Wir Menschenkinder sind Werke Gottes – Grund sich für Andere einzusetzen. Seien wir barmherzig in unseren Worten und Taten.

 

Wir beten:
Wir bitten dich um deinen guten Segen
für alle Menschenkinder, die in der Dunkelheit
von Krankheit und Verzweiflung gefangen sind,
die Schmerzen haben und deren Kräfte versagen.
Wir bitten dich um Leben für deine Menschenkinder, die von Ohnmacht und Streit bedrängt leben.
Komm, bring allen Menschenkindern dein Licht. Sende ihnen Menschen, die ihnen beistehen.
Lass alle, die dich suchen, deine Nähe erfahren,
und erfülle ihre und unsere Herzen mit Hoffnung und mit Barmherzigkeit. Amen

Wochenspruch:   Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.   (Psalm 66,5)

Wochenpsalm:     Psalm 18  –  EG 707

Wochenlied:           EG 244 „Wach auf, wach auf, ´s ist hohe Zeit“

Download:                ANgeDACHT 2025-07

 

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen

Diakon Olaf Eggert
Stabsstelle Christliches Leben