Es tut gut, ein ANgeDACHT zu Beginn der Woche zu bekommen, damit die Verbindung zu Gott nicht abreißt. Wir können darauf hoffen, was uns der Wochenspruch (Psalm 66,20) verspricht: Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.
Das Gebet ist ein wunderbares Geschenk. Alles, was uns bewegt, das Schöne und das Schwere, dürfen wir so vor unseren Gott bringen. Er erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber er erhört unsere Gebete. Das hat uns Christus versprochen, darauf können wir uns verlassen.
Gebete sind zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen und werden in freier oder vorformulierter Form gesprochen. Manche sind zu einem bestimmten Anlass formuliert, für einzelne Personen oder eine ganze Gemeinschaft.
Auch wenn es nicht mehr in jedem Haushalt geübt wird, so begleiten uns doch Morgen- und Abendgebete, Tischgebete und das wohl bekannteste Gebet der Christen, das Vaterunser. Die Bibel ist voll von Gebeten. Da fällt uns meist zuerst die Gebets- und Liedersammlung der 150 Psalmen ein.
Die Glocken unserer Kirchen läuten dreimal am Tag, rufen auf innezuhalten, eine Pause einzulegen, ein Gebet zu sprechen, sich verbunden zu wissen, mit all denen die das Gleiche tun.
Gebete sind fester Bestandteil jeder Andacht, es wird für uns gebetet, wir beten gemeinsam und für Andere. Es gibt bei evangelischen Christen keine „Vorschriften“, wie und wann ich beten muss. Die Form kann ich, wenn ich, allein bete, frei wählen, kann sitzen, knien, vielleicht einfach stehen bleiben. Die Hände falten, gegeneinander legen, den Kopf heben oder senken. Gebete können gesungen, laut ausgesprochen oder im Stillen für sich formuliert werden.
Für mich ist das Gebet ein Bitten, Danken, Klagen, Fragen nach Gottes Aufgabe für mich. Es ist ein Gespräch, ein Gespräch mit Gott, ein Gespräch mit seinem Sohn. Kennen Sie das auch?
Was einen gerade freut oder belastet erzählt man einem Freund, einer Freundin, die Stimmung bessert sich. Meine Anliegen vor Gott bringen hilft mir in meinem Leben weiter, gibt mir Kraft, Zuversicht und Freude. Gestärkt kann ich nach vorne sehen, in mir ruhen.
Wir beten: Gott, Du umgibst uns, auch wenn wir versuchen, Dich abzuschütteln.
Guter Gott, wir suchen Worte in diesen Tagen, die die Not der Welt und die Sorgen der Menschen aussprechen.
Gott, lass Deine Kirche und Diakonie eine erwartungsvolle Gemeinde sein. Lass uns Wege finden, die zum anderen führen, lass die Menschen, die Hilfe brauchen, durch uns Deine Liebe spüren.
Gott, Du bist denen nahe, die suchen und fragen, die zweifeln und nicht weiterwissen. Beten wir für die, die nicht mehr glauben können, dass ihr Weg auf Dich zuläuft und diese Welt in Deinen Händen ruht.
Gott, Du bist verborgen und nicht fassbar für unsere Sinne; und doch bist Du da, wie die Luft, die uns umgibt. Sei Du Halt, wenn alles andere schwankt.
Gott, Du bist unsere Zukunft. Wenn wir dabei sind, Dich allmählich zu vergessen, dann belebe uns, öffne unsere Augen für das Notwendige, schütze uns vor bösen Gedanken, schenke uns gute Ideen.
Wochenspruch: Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66,20)
Wochenpsalm: Psalm 67 – EG 730
Wochenlied: EG 344 – Vater unser im Himmelreich
Download: ANgeDACHT 2025-22
Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen
Diakon Olaf Eggert