Psalm 33,12

Die haben es gut

Der Psalm 33 ist ein Loblied auf Gottes Macht und Hilfe. In lebhaften Bildern beschreibt der Psalmbeter Gottes Werke und sein Wirken in der Welt. Da heißt es zum Beispiel: „Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes. Er hält die Wasser des Meeres zusammen wie in einem Schlauch und sammelt in Kammern die Fluten.“ Und auch: „Er liebt Gerechtigkeit und Recht … wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.“
Dieser Lobpreis gipfelt dann in unserem Wochenspruch. „Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!“
Das muss doch klasse sein, so einen Gott als Gott zu haben. Also wer ist es? Wer ist der Erbe? Wer ist dieses Volk? Natürlich zuerst einmal Israel. So war das zur Zeit des Psalmbeters, und daran hat sich auch nichts geändert. Doch wie wir vor ein paar Wochen im Angedacht lesen konnten, gilt dies nun auch für das „Volk“ der Christenheit. Weil wir nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge sind, sondern Mitbürger, also auch sein Volk und seine Erben.
Deshalb ist es gut und richtig, dass wir an der Seite Israels stehen, wir sind sozusagen eine Familie. Das bedeutet ja nicht, dass man alles gutheißen muss, was Regierung und Verantwortungsträger machen. Gute und ehrliche Beziehungen zeichnen sich gerade darin aus, dass unterschiedliche Meinungen möglich sind, ohne sich gegenseitig zu verurteilen. Wie wichtig das ist, bzw. was geschieht, wenn die eigene Meinung zur alleinigen Wahrheit erhoben wird, zeigt sich nicht zuletzt in der wechselvollen Geschichte der christlichen Konfessionen.
Und auch in unserem Miteinander sollen wir uns an Gottes Güte und Gnade erinnern, uns daran erfreuen und nachsichtig mit uns und anderen umgehen.
So können wir miteinander betend in die letzten Verse des Psalms einstimmen:
„Denn unser Herz freut sich seiner, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.“

 

Wochensegen:    Es sei mit dir der Segen Gottes
wie ein Lächeln der Freundschaft, so nah wie ein Zunicken so spürbar wie eine zärtliche Berührung.
Es sei mit dir der Segen Gottes,
im Atemholen, im Träumen, im Wachen, im Schmerz, in der Freude, im Denken, im Tun, im Verweilen, im Fortgehen.
Es sei mit dir der Segen Gottes
in jeder Begegnung, du sollst ein Segen sein.

Wochenspruch: Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! (Psalm 33,12)

Wochenpsalm:   Psalm 122

Wochenlied:        EG 290 –   Nun danket Gott, erhebt und preiset

Download:            ANgeDACHT 2025-35

 

Herzliche Grüße und einen guten Start in die Woche
Anette Schmidt