Jesaja 40,3.10

Im Advent ist viel zu tun (Wann eigentlich nicht?): Weihnachtsvorbereitungen und -feiern, für Geschenke sorgen und unser ANgeDACHT zum Wochenspruch lesen: „Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig.“ Ein gewaltiger Herr, ein gewaltiger Frachter braucht solide Grundlagen.

Ich lege Euch dazu eine Geschichte ans Herz:

Im Hafen kommt ein Ozeanriese an. Ein Frachtschiff: tonnenschwer und selbst eine kleine Stadt. Daneben schaukeln wie Nussschalen die Lotsen­boote auf den Wellen. Trotz des Größenunterschiedes haben sie das Sagen: Sie bereiten dem gewaltigen Frachter den Weg, bringen ihn dahin, wo sie ihn haben möchten.
 „Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig.“ Schnell entsteht der Eindruck, ich könnte Gott ebenso dahin lotsen, wo ich Gott gerne hätte – nämlich auf meine Seite. Gott ist doch auch dafür, oder? Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit, wo auch in der Zivilgesellschaft auf einmal christliche Themen angesprochen werden, wird auch Gott hin- und hergeschoben. Der Vers des Propheten Jesaja meint aber etwas anderes. Wer seine ganze Rede liest, dem fällt auf: Der Weg, das sind die Menschen. Bereitet dem HERRN den Weg bedeutet: Bereitet euch vor! Gott kommt.
Zu Weihnachten feiern wir: Gott wurde Mensch, so wie wir. Gott weiß, wie es ist, Mensch zu sein.
Gott kommt. Aber nicht wie ein Ozeanriese, der gelotst werden muss. Nicht als Totschlagargument, mit dem ich meine eigene moralische Überlegenheit rechtfertigen kann. Sondern verständnisvoll.
Die nächsten Tage vor Weihnachten sind eine Gelegenheit, sich vorzubereiten: Auf einen gewaltigen Gott, der in eine kleine Krippe passt. Damals vor 2000 Jahren – und auch heute.

 

Wir beten:             Herr Jesus Christus, wir warten darauf, dass Du kommst. Wir sagen Dir schon jetzt, was wir von Dir brauchen. Wir rufen zu Dir: Komm und hilf!
Manche Menschen warten auf Frieden. Wir bitten Dich für alle, die im Krieg leben, für alle, die sich zuhause nicht sicher fühlen, und für alle, die in Gefahr sind. Hilf ihnen und beschütze sie!
Wir rufen zu Dir: Komm und hilf!
Manche Menschen warten auf Liebe. Wir bitten Dich für alle, die einsam sind, für die Kinder, die keine Eltern haben, und besonders für alle, die Weihnachten ohne andere feiern müssen. Hilf ihnen, dass sie sich nicht allein fühlen!
Wir rufen zu Dir: Komm und hilf!
Manche Menschen warten auf Dich. Wir bitten Dich für alle, die sich auf Weihnachten freuen. Lass uns die Zeit ohne Stress, ohne Streit, ohne Enttäuschung, ohne Traurigkeit erleben!
Wir rufen zu Dir: Komm und hilf!

Wochenspruch: Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.    (Jesaja 40,3.10)

Wochenpsalm:   Psalm 28

Wochenlied:        EG 16   –  Die Nacht ist vorgedrungen

Download:            ANgeDACHT 2025-51

 

Eine gesegnete Woche im Advent wünscht Ihnen
Diakon Olaf Eggert