Das Jahr 2026 ist noch frisch. Immer noch sind wir so ein wenig im Dazwischen. Die Feiertage, vielleicht ein Urlaub, schwingen noch in uns nach. Der Rückblick auf das vergangene Jahr blitzt hier und dort noch durch. Vielleicht klingt die Jahreslosung 2025 noch nach: „Prüft alles und behaltet das Gute.“ Was stand alles auf dem Prüfstand? Was wurde behalten? Wovon oder von wem hat man sich verabschiedet?
Das Jahr 2026 mit der Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu!“ liegt offen vor uns. Da sind schon Aufgaben, die uns in die Pflicht nehmen, aber wir dürfen auch ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Um eine ganz besondere Erinnerung geht es in dieser Woche: die Tauferinnerung. Nun wird sich nicht jede an die eigene Taufe erinnern, weil die meisten kleine Kinder waren. In vielen Gemeinden ist es mittlerweile ein schöner Brauch, dass bei einer Taufe alle größeren Kinder mit nach vorn an den Taufstein kommen, um ganz nah am Geschehen zu sein. Ich freue mich dann immer sehr an den großen Kulleraugen und der Neugier der Kinder, die dem geheimnisvollen Geschehen ganz gebannt zuschauen. So können sich gemeinsame Erinnerungen formen. Sich gemeinsam erinnern mit „Weißt du noch?“ und „Weißt du doch?“
Manchmal braucht es eine Erinnerungsstütze. Ich habe mir eine geschaffen, die mich durch das Jahr begleitet: mein Zettelglas. Jeden Sonntag lasse ich die Woche Revue passieren und schreibe mindestens ein schönes Erlebnis auf. Dann hinein damit ins Zettelglas. Am Jahresbeginn nehme ich es zur Hand und schaue, was für kleine und große Glücksmomente das letzte Jahr hatte. So gehen sie nicht verloren und nehmen den blöden Erinnerungen, die auch jedes Jahr ganz selbstverständlich mit sich bringt, ein gutes Stück den kalten Wind aus den Segeln. Und noch etwas passiert dadurch. Im Glas wird wieder Platz für Neues. Neue große und kleine positive Erinnerungen. „Siehe, ich mache alles neu!“
Lasst uns beten: Gott, lass mich mit deinen Augen die Welt betrachten und den Frieden, der in ihr schlummert, entdecken und leben. Denn so wird meine Zeit eine Zeit, die Frieden einübt. AMEN!
Wochenspruch: Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Römer 8,14)
Wochenpsalm: Ps 89,2–5.27–30
Wochenlied: EG 410 – Christus, das Licht der Welt oder EG 441 – Du höchstes Licht, du ewger Schein
Download: ANgeDACHT 2026-03
Ein segensreiches Jahr 2026 und einen guten Start in die Woche wünscht aus den Zentralen Diensten in Potsdam
Sabine Papies
Mitarbeiterin Stabsstelle Diakonische Kultur