Ein gutes, neues Jahr! Die Weihnachtsfreude, lässt sie schon nach?
Sind die ersten Christbäume schon abgeschmückt, beginnt der Alltag schon wieder? An der Schwelle vom Fest zum Alltag ist die Woche mit dem Wochenspruch zum Thema Herrlichkeit überschrieben: „Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Joh 1,14
Mich bewegt das Licht der Weihnacht noch! Dunkelheit und Licht. Das rührt mich an, auch und gerade in dieser dunklen Jahreszeit. Sechzehn Stunden dauert die Nacht rund um den Jahreswechsel in unseren Breiten. Sechzehn Stunden Dunkelheit. Acht Stunden Tag. Das ist für uns Menschen schwer auszuhalten, und so ist es verständlich, dass wir gerade in den Wochen vor dem Christfest diese Dunkelheit in unseren Häusern und Städten durch viele Lichter zu erhellen versuchen.
Und dann zum Jahreswechsel: Noch einmal bieten wir alles Mögliche auf: Feuerwerke, rauschende Feste, Krach, ausgelassenes Feiern … Der Start in das neue Jahr soll hell erleuchtet sein.
Doch das Fest ist vorüber. Es ist still geworden. Still in unseren Städten und Wohnungen. Und es ist immer noch Winter, immer noch dunkel. Vielleicht hilft der Blick zurück. Vielleicht hilft die Erinnerung. Da war doch etwas. Es war hell. Doch jetzt ist nach Weihnachten, doch jetzt ist immer noch dunkel. Was macht also den Unterschied für die Tage vor und nach dem Christfest, was hat sich verändert für mich, für uns und für diese Welt durch die Geburt des Gottessohnes?
Die Melodie des Wochenliedes beginnt in mir zu klingen. Erst leise und dann immer deutlicher, und die Worte des Liedes gewinnen an Kraft in meiner Seele: „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein“. Das macht den Unterschied. Die Nacht ist noch da, doch in der Nähe Gottes ändert sich mein Umgang mit der Dunkelheit. Der, der mich kennt, ist da. Der, der meine inneren Rätsel sieht, meine Verlassenheit, meine Widersprüchlichkeit, meine Bedürftigkeit, der ist da und bleibt. Ich möchte der Zusage aus dem Wochenlied vertrauen.

 

Wir beten:             Christus schaut mit liebevollem Blick auf unser Leben. Im Vertrauen auf ihn können wir lernen, uns selbst und einander mit liebevollen Augen anzuschauen.
Gott, Du bist Mensch geworden, Dein Sohn Jesus Christus ist in die Welt gekommen,
Dein Heiliger Geist berührt uns jeden Tag neu,
damit wir wieder Hoffnung haben,
damit wir aus Deiner Fülle leben können,
damit wir Deine frohe Botschaft weitertragen bis zu den Enden der Erde.
Weil Du, Gott, in tiefster Nacht erschienen bist,
kann unsere Nacht nicht endlos sein!
Lass Dein Licht leuchten im Leben aller Menschen und bei uns in der Lafim-Diakonie, Du großer Gott.

Wochenspruch: Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.  (Johannes 1,14)

Wochenpsalm:   Psalm 93

Wochenlied:        EG 56 „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen“

Download:           ANgeDACHT 2026-02     

 

Eine gesegnete Woche und einen guten Start ins Jahr 2026 wünscht Ihnen
Diakon Olaf Eggert