Die Unternehmensleitung der Lafim‑Diakonie hat sich mit einer gemeinsamen Erklärung zum Thema Vielfalt und Zusammenhalt positioniert. Sie betont die Bedeutung von Respekt, Würde und gegenseitiger Anerkennung – und setzt ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Nachstehend die Erklärung der Unternehmensleitung in voller Länge:
Gemeinsam in Vielfalt –
Eine Erklärung der Unternehmensleitung der Lafim-Diakonie
Zunehmend wird in der Dienstgemeinschaft unserer Lafim-Diakonie die Vielfalt sichtbar, die unsere Gesellschaft prägt. Darüber freuen wir uns, und wir begrüßen und unterstützen diese Entwicklung ausdrücklich. Viele gute Erfahrungen konnten damit bereits gesammelt werden.
Nach unserem Verständnis ist die Buntheit des Lebens in seiner ganzen Verschiedenheit Ausdruck des erfindungsreichen, schöpferischen Handelns Gottes. Gott hat uns nicht als uniformierte, gleichgeschaltete Wesen gemeint und gemacht. Vielmehr versteht er die Unterschiedlichkeit menschlicher Individuen als großartige Möglichkeit, einander zu ergänzen und das gemeinsame Leben so zu gestalten, dass das Lebensrecht aller gefördert wird und die Würde jedes einzelnen Menschen Berücksichtigung findet.
Dieses Verständnis hat sich auch in der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung niedergeschlagen, die unserer Gesellschaft zugrunde liegt und die wir für ein wertvolles Gut halten. Entsprechend formuliert es der erste Satz unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Das gilt für die Menschen, für die wir mit unserer alltäglichen Arbeit da sind. Das gilt für unsere Mitarbeiter:innen. Und es gilt grundsätzlich für jeden Menschen in unserer Gesellschaft und weltweit.
Diversität ist uns in unserer Mitarbeiterschaft wichtig und unverzichtbar, wie es auch unser Leitbild zum Ausdruck kommt: „Wir achten die Unterschiedlichkeit von Menschen und nehmen sie in ihrer Vielfalt an.“ Deshalb wenden wir uns energisch gegen jede Form von Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund der Herkunft, der ethnischen Zugehörigkeit, der sexuellen Orientierung, des Alters oder der Leistungsfähigkeit eines Menschen. Jede:r von uns soll die Möglichkeit haben, sich entsprechend ihrer bzw. seiner Gaben und Fähigkeiten einzubringen und die ihm bzw. ihr übertragenen Aufgaben verantwortungsvoll wahrzunehmen.
Respektloses und herabwürdigendes Reden und Verhalten haben deshalb in unserer Mitte keinen Platz.
In unserer Gesellschaft verstärken sich Strömungen, die Vielfalt im Hinblick auf Herkunft, persönliche Identität, Lebenshaltungen, sexuelle Orientierung, aber auch hinsichtlich körperlicher und psychischer Beeinträchtigungen oder des Lebensalters problematisieren. Die damit einhergehende Polarisierung nimmt zu. Das erfüllt uns mit Sorge.
Wenn Unterschiedlichkeit zur Herausforderung wird, besteht die Lösung nach unserem Verständnis nicht in Ausgrenzung, sondern darin, im Gespräch einen gemeinsamen Weg zu suchen und zu finden. Denn nur der Dialog wird uns zu einem wirklich guten Miteinander helfen. Wir signalisieren unsererseits klar die Bereitschaft dazu.
Potsdam, den 20. Mai 2026
Die Unternehmensleitung der Lafim-Diakonie
Dr. Jörg Antoine
Eva-Maria Dressler
Frank Eibisch
Michael Köhler
Alexander König
Daniel Schmid
Alexander Weyhe
Frank Zachow