Am 31. Mai 2024 wurde Dr. Jörg Antoine, in einem feierlichen Festgottesdienst in der Potsdamer Friedenskirche mit anschließendem Jahresempfang, in sein Amt als Kaufmännischer Vorstand der Lafim-Diakonie eingeführt.

Tillmann Stenger, Dr. Jörg Antoine, Dr. Ursula Schoen
Die Einführung und der Segen erfolgte durch Frau Dr. Ursula Schoen, Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Im Gottesdienst wurden unter dem Motto „Diakonie vor Ort“ zwei beispielhafte Projekte vorgestellt. Frau Anke Rückert (Lafim-Diakonie für Menschen im Alter sprach über die Arbeit der Demokratieberater:innen in der gerade jetzt herausfordernden Zeit und den anstehenden Wahlen. Herr Thomas Peters (Lafim-Diakonie Dienste zur Teilhabe) berichtete über Reisen mit Assistenzneher:innen der besonderen Wohnformen und Offenen Hilfen und deren Wichtigkeit zur gelebten Teilhabe.
In den Grußworten im Anschluss des Gottesdienstes nahmen die Redner auch immer wieder Bezug auf die Projekte und die Tätigkeitsfelder der Lafim-Diakonie.
Generalsuperintendent Kristóf Bálint (Sprengel Potsdam) interpretierte und umschrieb das Kürzel Lafim mit den Worten: „Landebahn für immense Möglichkeiten“ und unterstrich die Wichtigkeit der Arbeit zwischen Kirche und Diakonie in diesen herausfordernden Zeiten. Das der Tanker Lafim auch weiterhin viele Beiboote an seiner Seite hätte, um viele neue Wege zu erkunden, wünscht er sich.
Dr. Thomas Götz, Staatssekretär MSGIV des Landes Brandenburg, verwies auf die Wichtigkeit der Lafim-Diakonie bei der Sicherung sozialer Versorgungsstrukturen auf Grund seiner landesweiten Standorte und vielfältigen Angebote. „Die deutliche Positionierung mit der Kampagne – Für Demokratie und Vielfalt- gibt Orientierung und eröffnet Möglichkeiten der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft“, so der Staatssekretär.
Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, Mike Schubert, kennt die Einrichtungen der Lafim-Diakonie bereits aus seiner Zeit als Beigeordneter. Den heutigen Träger bezeichnete er als Netzwerker. „Vielen Potsdamern und über die Stadtgrenzen hinaus sind das Emmaus-Haus, das Hasenheyer-Stift, der Luisengarten und die Tagespflegen für ihre gute Arbeit durchaus bekannt“. Er wünscht dem Vorstand und Mitarbeitenden weiterhin viel Kraft für die Herausforderungen der Zukunft.
„In seinen Dankesworten würdigte Dr. Antoine das besondere Profil der Lafim-Diakonie mit seinen über sechzig Diakoniebeauftragten und der bereits wiederholt prämierten Nachhaltigkeitsstrategie. Antoine verwies aber auch auf die dramatische Situation in der Pflege hin: „Wir steuern auf einen massiven Pflegenotstand in Deutschland zu, weil wir in den nächsten Jahren immer mehr Pflegeplätze brauchen werden und zu wenig Menschen diesen besonderen Beruf ergreifen. Deutschland muss sich zu einem Einwanderungsland entwickeln, das Menschen, die arbeitswillig und arbeitsfähig sind, in Deutschland, seinen Städten und auch in den Häusern der Lafim-Diakonie integriert. Auch vor diesem Hintergrund stehe die Lafim-Diakonie für Demokratie und Vielfalt.“
In den Friedenssälen fand der sich anschließende Jahresempfang mit den geladenen Gästen statt und rundeten den Jahresempfang würdig ab und schaffte Raum für zahlreiche Gespräche.
Die Kollekte des Gottesdienstes ergab 1.797,20 EURO, die je zur Hälfte an die Kita Michaja in Brandenburg an der Havel für ein Sonnensegel und an das AHPPV Partnerprojekt in Baham (Kamerun) gehen.

Pfarrer Matthias Welsch, Alexander Weyhe, Marcus Ceglarek, Eva-Maria Dressler, Daniel Schmid, Michael Köhler

Dr. Thomas Götz, Staatssekretär MSGIV des Landes Brandenburg

Generalsuperintendent Kristóf Bálint

Dr. Jörg Antione im Gespräch mit Oberbürgermeister Mike Schubert