Nachdem Anfang Januar der Baubeginn erfolgt war, konnte am vergangenen Freitag mit der Grundsteinlegung ein weiterer Meilenstein beim Bau für das neue Werkstattgebäude in Brandenburg an der Havel gefeiert werden.
Auf dem gut 14.000 Quadratmeter großen Areal im Industrie- und Gewerbegebiet Hohenstücken entsteht ein neuer Werkstatt-Standort der Lafim-Diakonie Dienste zur Teilhabe. Im ersten Bauabschnitt wird eine Metallwerkstatt und ein Verwaltungsgebäude inklusive einer Küche für die Gemeinschaftsversorgung gebaut.
Damit werden hier dann vorerst 70 Leitungsberechtigte in den Bereichen Metallbearbeitung und Industriemontage sowie 12 Beschäftigte in der Küche arbeiten. Diese neuen Arbeitsplätze ersetzen zukünftig die Arbeitsstellen des aktuellen Standortes Grüne Aue.
Viele Beschäftigte des Standorts sowie Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen waren der Einladung gefolgt. Bei der feierlichen Zeremonie waren bei recht frischen Temperaturen rund 50 Gäste anwesend. Höhepunkt der Feier war die symbolische Grundsteinlegung, bei der gemeinsam von Vertretern des Werkstattrates, des Kuratoriums, des Vorstands, der Geschäftsführung und der Regionalleitung sowie dem Architekturbüro eine Zeitkapsel mit verschiedenen Erinnerungsstücken befüllt wurde.
Das Wachstum des Arbeitsbereiches Metallbau in der Werkstatt Grüne Aue war ausschlaggebend für den Ersatzneubau. Das Produktionsvolumen ist dort, wie auch im Bereich der Küche, in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die Arbeitsplätze sind daher sehr beengt und die Arbeitsbedingungen nicht mehr zeitgemäß.
„Mit der Entwicklung dieses Standorts wollen wir für unsere Beschäftigten das Arbeiten angenehmer und sicherer machen. Treppensteigen, Sozialräume im Keller, beengter Liefer- und Werkverkehr lassen wir mit dem Einzug in das neue Gebäude hinter uns.“ erklärte Alexander Weyhe, Geschäftsführer der Fliedners Lafim-Diakonie, den Anwesenden.
Auch Antje Sucker, Regionalleitung Brandenburg der Lafim-Diakonie Dienste zur Teilhabe, betonte: „Mit den verbesserten Arbeits- und Produktionsbedingungen können wir die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsleben attraktiver und arbeitsmarktnäher gestalten und die Wirtschaftlichkeit erhöhen.“.
Der kaufmännische Vorstand der Lafim-Diakonie, Dr. Jörg Antoine, bewertet die Schaffung dieser modernen Arbeitsstätte ebenso positiv. Denn auch Menschen mit Behinderung oder psychischer Krankheit wollen sich mit ihren Gaben einbringen. Und das soll ihnen hier ermöglicht werden. Man will sie dabei ermutigen und befähigen, in den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln und dort ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft zu sein.
Immer mehr Beschäftigte wollen dies und die Lafim-Diakonie Dienste zur Teilhabe hat diesbezüglich in den vergangenen 7 Jahren bereits gute Erfolge erzielt. Im Rahmen des Budgets für Arbeit werden mittlerweile 16 Menschen mit Beeinträchtigungen auf sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen betreut.
Vorstand, Geschäftsführung und Regionalleitung dankten jeweils den am Projekt beteiligten Kolleg:innen – der Projektleitung, Kathrin Mauroschat, dem Abteilungsleiter Grüne Aue, Sylvio Müller, sowie dem Team der Immobilienabteilung um Herrn Haak-Frohmann, Frau Stupka und Herrn Jäger – für deren Engagement.
Die Fertigstellung für den ersten Bauabschnitt in der Friedrichshafener Straße ist für den Sommer 2026 geplant. Die Gesamtinvestitionen für den Grundstückskauf inkl. der reinen Baukosten für beide Bauabschnitte belaufen sich auf rund 14 Millionen Euro.